Eine warme Mahlzeit

Gastfreundlichkeit für die Ärmsten – Die Suppenküche von Dnipro. Unsere ev.-luth. Partnergemeinde in Dnipro dient den Menschen. Wir unterstützen sie dabei!

Es ist ein großer Dienst an die Menschen in ihrer Heimatstadt, den die evangelischen Christen der kleinen St. Katharinen-Kirchengemeinde in Dnipro leisten. Dnipro ist eine Millionenstadt und liegt in der Zentralukraine am großen Fluss Dnepr, der dort eine Breite von fast einem Kilometer hat.

Die Mitglieder der deutschen, evangelisch-lutherischen Gemeinde sind zum größten Teil die Nachfahren von Handwerkern und Bauern, die zur Zeit von Katharina der Großen als Gastarbeiter und Siedler in Deutschland angeworben wurden, um die entvölkerte Ukraine zu besiedeln. Katharina schenkte ihnen Land, Häuser, Saatgut und Essen.

Sie brachten ihren Glauben mit, haben ihre Gemeinden gegründet und Kirchen gebaut. Nun geben sie selber, so wie die Bibel beim Propheten Jesaja es uns lehrt: “Brich dem Hungrigen Dein Brot!”. Das bedeutet heute: “Gib dem Armen eine Suppe, ohne Ansehen der Person, der Konfession, des Glaubens, des Geschlechts oder des Alters!”

Es ist Samstag Nachmittag

Viele werden kommen – je kälter es wird, umso mehr möchten eine heiße Suppe abbekommen. Im Sommer sind es meistens 45 – 60 Menschen, im Winter kommen 70 – 80 hungrige, alte Menschen, Obdachlose und andere Bedürftige. Manche haben sich dafür herausgeputzt, ihren besten Anzug angezogen, ein schönes Kleid ausgesucht, denn sie gehen essen, sie werden wie Gäste eines Restaurant bedient und behandelt. Man wartet geduldig, alle kommen dran.

Aus dem Garten in den Topf

Organisieren, vorbereiten, kochen, Suppe ausgeben, Brote schmieren, Getränke und Tee bereitstellen und nachher der Abwasch – das alles liegt in den Händen von 3 Frauen (sie werden vom Pastor kräftig unterstützt). Viele Zutaten bezahlen sie selber, bringen aus eigenen Vorräten etwas mit – oder aus ihrem Garten. Auch andere Menschen, Nachbarn, Christen anderer Kirchen bringen Zutaten – es hat sich herumgesprochen: Diese Hilfe wird gebraucht. Und auch: Diese Unterstützung geschieht würde- und respektvoll.

Nur einen geringen Teil kann die Gemeinde selbst bezahlen, sie stellt das Gemeindehaus, die Küche, Strom, Wasser und Gas zur Verfügung und es ist immer jemand da, um Spenden entgegenzunehmen (das macht Herr Alexander, der selber obdachlos wäre, würde ihm die Gemeinde nicht ein kleines Zimmer zur Verfügung stellen.

"Restaurant Luther"

Inzwischen hat die Suppenküche einen Namen: “Restaurant Luther”. Wie wir finden, ein sehr schöner und passender Name. Denn auch im Hause Luther hat Katharina Luther – von Bora aus wenig viel gemacht, um die zahlreichen Gäste des Reformators satt zu bekommen. Wir haben während unseres Besuches im Mai 2018 selbst an einem Samstag mitgeholfen und konnten erleben unter welch einfachsten Bedingungen dort gekocht wird. Es gibt nur eine sehr kleine Küche, mit zwei Kochplatten. Sofort haben wir gutes “Werkzeug” wie Messer und Gemüseschäler gekauft, damit etwas einfacher vorbereitet werden kann. Jeder Gast erhält einen Teller Borschtsch (Suppe die traditionell mit Roter Beete zubereitet wird), eine Scheibe Brot – mit Wurst oder Käse – und ein Glas selbstgemachten Saft oder Tee mit Zucker. Alles wird jede Woche liebevoll und frisch zubereitet.

Republik Ukraine

Hauptstadt: Kiew
Fläche: 580.000 km²
Einwohner: 42,8 Millionen
Währung: Hrywnja
Unabhängigkeitstag: 24. August 1991
Nationalspeise: Borschtsch & Variniki

Helfen Sie helfen!

Unser Spendenkonto:
Evangelische Bank
IBAN: DE09 5206 0410 0006 4361 88
BIC: GENODEF1EK1

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